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Kulturelle Beziehungen: Musik

 

Barry Truax Gastprofessor an der TU Berlin

Barry TruaxDer kanadische Komponist Barry Truax, Gründungsmitglied des World Soundscape Projects, wird in diesem Wintersemester Gastprofessor an der TU Berlin sein, wo er die  Seminare The Acoustic and Psychoacoustic Basis of Digital Synthesis and Signal Processing und Soundscape Composition as Context-based Creation leiten wird. 

Zusammen mit dem ebenfalls in Vancouver beheimateten Medienkünstler Malcolm Levy wird Barry Truax außerdem am 13. Und 14. November einer der Hauptredner des internationalen Symposiums reality <re:coded> im Museum Schloss Fechenbach bei Dieburg sein. Das Symposium befasst sich mit der Frage, inwiefern digitale Medien unsere vertrauten Auffassungen von Welt und Wirklichkeit, Kultur, Gesellschaft und Ethik herausfordern, die bislang nahezu unhinterfragt vorausgesetzt wurden.

Barry Truax wurde 1947 in Chatham, Ontario geboren. Nach Studien der Mathematik und Physik studierte er  Komposition bei Cortland Hultberg an der University of British Columbia und bei Gottfried Michael Koenig und Otto Laske am Institut für Sonologie der Universität Utrecht. Seit 1973 lehrt Truax an der Simon Fraser University in Burnaby, 1976 wurde er dort Direktor des Sonic Research Studio und Professor im Department of Communication. Seit 1973 ist Truax Mitglied des von R. Murray Schafer begründeten World Soundscape Projects, das sich mit Klangumgebungen auseinandersetzt. In diesem Zusammenhang entwickelte Truax den Begriff der "Soundscape compositions", deren Ziel das bewusste Wahrnehmen der klanglichen Umwelt ist. Truax war der erste Komponist, der die Echtzeit-Frequenzmodulation verwendete. In Riverrun (1986) verwendete Truax als Erster die Echtzeit-Granularsynthese, die auf dem ab 1972 von ihm entwickelten POD Computer Music System basiert.

Für sein vielseitiges Schaffen wurde Truax mehrfach ausgezeichnet, z. B. 1991 mit dem Bourges-Preis (für seine Komposition Riverrun), 1999 erhielt er den Award for Teaching Excellence an der Simon Fraser University. (Quelle)

2005 nahm Barry Truax am Trans_Canada Festival im ZKM Karlsruhe teil. Seine Komposition Pacific Fanfare war eine der Kompositionen, mit denen 2005 die Botschaft von Kanada in Berlin eröffnet wurde.

 

Marc-André Hamelin für Schallplattenpreis 2015 nominiert

Die Jury des Deutschen Schallplattenpreises hat in ihrer Longlist 2015/4 eine Aufnahme mit Marc-André Hamelin nominiert. Hamelin spielt mit dem Pacifica Quartet Kompositionen des Pianisten und Komponisten Leo Ornstein.

Marc-André Hamelin (* 5. September 1961 in Montréal) gilt als einer der führenden Pianisten der Gegenwart.  Er ist dafür bekannt, selten aufgeführte Kompositionen mit extremer technischer und interpretatorischer Schwierigkeit zu spielen. Aufsehen erregten seine Interpretationen von Werken von Charles Valentin Alkan und Paul Dukas. Ebenso hat er als einer von drei Pianisten Leopold Godowskys 53 Studien über die Etüden von F. Chopin eingespielt und erhielt 2000 dafür  den Gramophone Instrumental Award.

Von 1986 bis 2009 komponierte Hamelin einen Zyklus von zwölf Etüden in allen Moll-Tonarten (12 Études in all the minor keys), den er im August 2010 in Husum im Rahmen des Musikfestivals Raritäten der Klaviermusik zum ersten Mal aufführte. Seine Variationen über ein Paganini-Thema brachte er 2011 ebenfalls in Husum zur Uraufführung.

Label: Hyperion 
Leo Ornstein: Piano Quintet & String Quartet No. 2, Piano Quintet, Op. 92
Label:Hyperion, Kataloge No: CDA68084. Veröffentlichung: 28. August 2015

 

Glenn Gould Remastered auf 78 CDs

Glenn Gould by Dion Hunstein. SonyMusic.

Gould-Freunde dürfen sich auf eine Neuausgabe sämtlicher autorisierter Columbia-Aufnahmen des berühmten Pianisten freuen. Am 21. September*) wird die komplette Discographie auf 78 CDs bei Sony Classical erscheinen. Es handelt sich um eine vollständig remasterte Edition in limitierter Auflage. Hinzu kommen drei Bonus-CDs mit gesprochenen Kommentaren und einigen Interviews mit Gould. Ein großformatiges, 461 Seiten umfassendes  Buch enthält einen neuen Essay des kanadischen Gould-Biographen Kevin Bazzana, eine ausführliche Beschreibung des Remasterings, die Begleittexte der ursprünglichen LPs, alle diskografischen Angaben, Abbildungen der Original-LP-Cover und bisher unveröffentlichte Fotografien.
*) voraussichtlicher Liefertermin

1955 unterzeichnete Gould einen Exklusivvertrag bei Columbia Masterworks; bis zu seinem Tod 1982 blieb er dem Label treu. Seine erste Schallplatte – mit Bachs Goldberg-Variationen – wurde zu einem überraschenden Erfolg und machte den 22-jährigen Kanadier über Nacht berühmt als einen der brillantesten, originellsten, charismatischsten und provokantesten Interpreten seiner Zeit. Auch 60 Jahre später hat sein umfangreicher diskographischer Nachlass nichts von seiner Faszination verloren.

Label: Sony, ADD/DDD, Bestellnummer: 6731413, Erscheinungstermin: 21.9.2015

Glenn Gould Remastered wird auch in 24-bit / 44.1 kHz High Resolution auf einem Design-USB-Stick erscheinen.

Im Zuge der Audionachbereitung veröffentlicht Sony Classical die Goldberg-Variationen erneut auf Vinyl. Die Bearbeitung der 1981er Version erfolgte dabei erstmals auf Grundlage der wiederentdeckten analogen Mastertapes. Mit The Sound Of Glenn Gould erscheint zudem ein Glenn Gould "Best-of" auf zwei CDs.

Fotos oben: Don Hunstein, © Copyright Sony Music Entertainment Germany GmbH


Glenn Gould - Pianist und PopstarCover Gould Magazine

Wenige Tage vor dem Erscheinen der Box wird ein 56-seitiges Magazin Glenn Gould Genie - Pianist und Popstar veröffentlicht, in dem der deutsche Gould-Biograph, Autor und Musikwissenschaftler Michael Stegemann sich mit den vielen Aspekten dieser großen Künstlerpersönlichkeit  auseinandersetzt, die Facetten eines Exzentrikers beleuchtet, den Mythos Glenn Gould untersucht und die wichtigsten Aufnahmen vorstellt.  Auch in diesem Magazin finden sich bisher unveröffentlichte Fotografien von Glenn Gould.

Label: Sony, 2015, Bestellnummer: 8303535, Erscheinungstermin: 18.9.2015

 

Kanadische Musik in Deutschland

Kanadische Komponisten und Interpreten genießen weltweit hohes Ansehen und sind auch in Deutschland sehr erfolgreich.

Glenn Gould. Photo: Don HunsteinIn der klassischen Welt steht ein Name über allen: Glenn Gould, auch als "James Dean der Musik" bezeichnet. Der Ruhm des mit 50 Jahren verstorbenen Pianisten ist ungebrochen und immer noch werden bisher unbekannte Aufnahmen veröffentlicht. Marc-André Hamelin und Louis Lortie sind Pianisten von Weltrang und konzertieren regelmäßig in Deutschland. Der 1995 geborene Pianist Jan Lisiecki ist der Shooting Star der Klassik-Szene.

Glenn Gould. Photo: Don Hunstein
© Copyright Sony Music Entertainment Germany GmbH

Komponisten wie R. Murray Schafer, Claude Vivier, Robert Normandeau und Robin Minard sind in deutschen Konzertprogrammen vertreten. Schafer hat durch seine Forschungen zur Klangökologie weltweite Bedeutung erlangt, Robin Minards Kompositionen finden sich in den Spielplänen von Festivals Zeitgenössicher Musik, seine Klanginstallationen sind in der ganzen Welt zu sehen.

Kanadas bekannteste Symphonie Orchester sind das Orchestre Symphonique de Montréal, das Toronto Symphony Orchestra und das National Arts Centre Orchestra, die oft in Deutschland gastiert haben. Besonders gefragt sind die Konzerte mit dem Toronto Tafelmusik Barock Orchester, das über 15 Jahre Festival Orchester des Musikfestivals Klang & Raum war. Kanadische Sänger und Opernstars sind Measha Brueggergosman, Eilana Lappalainen, Adrienne Pieczonka oder Louis Quilico. Der Dirigent Yannick Nézet-Séguin wurde für die Saison 2013/14 vom Konzerthaus Dortmund als Exklusivkünstler verpflichtet.

Der kanadische Jazz Pianist und Komponist Oscar Peterson (1925–2007) hat über 200 Alben veröffentlicht, acht Grammy Awards gewonnen und ist durch weit über tausend live Konzerte zu einer internationalen Jazz Ikone geworden.

Stars wie Gordon Lightfoot, Neil Young, Joni Mitchell oder Paul Anka haben die frühen Jahre des kanadischen Entertainment geprägt. Mit seinen Gedichten und ihrer Interpretation hat Leonard Cohen den Begriff des Singer-Songwriters geprägt. Wie kein anderer Musiker hat er  vor allem in Deutschland und Frankreich begeisterte Fans.  Cohen ist Companion des Order of Canada und erhielt 2011 den Prince of Asturien Preis für Literatur.

Mit seinem Chanson Mon pays schuf Gilles Vigneault die heimliche Nationalhymne Québecs. Geprägt von europäischen Traditionen nimmt das Chanson in Québec eine Sonderstellung ein.

Zu den ersten bekannten kanadischen Rockstars gerhörten Bruce Cockburn, Bryan Adams, Men Without Hats, The Tragically Hip, The Waltons oder die Cowboy Junkies. Ihnen folgten Gruppen wie The Barenaked Ladies und The Tragically Hip. Sarah McLachlan, Céline Dion, Alanis Morissette and Shania Twain schufen ihre eigenen Märkte.  Avril Lavigne eroberte die internationalen Charts. Arcade Fire gewann zahlreiche Preise, darunter 2011 den Grammy  und Juno für das beste Album und im gleichen Jahr den  Brit Award für das bester internationale Album.

 

Förderung

Die Botschaft von Kanada kann mit deutschen Kultureinrichtungen und Veranstaltern kooperieren, die kanadische Künstler fördern.

Informationen:
Neue und E-Musik: Andrea Boegner, Kulturattaché
Elektronische und Populär-Musik: Katharina Fichtner, Kulturattaché
Botschaft von Kanada, Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Leipziger Platz 17
10117 Berlin

E-Mail: brlinpa@international.gc.ca

 

Canada Council for the ArtsCanadaCouncil_Logo
Conseil des Arts du Canada

Der Canada Council for the Arts/ Conseil des Arts du Canada fördert Projekte mit kanadischen Künstlern. Anträge müssen von kanadischen Künstlern oder deren Agenten, die mit deutschen Institutionen zusammenarbeiten, direkt in Kanada gestellt werden.

Links: 

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Zuletzt geändert am:
2016-09-06